…Brooklyn/New York, 5.
November 2006, strahlend blauer Himmel, Sonne pur, 10° Celsius, Kilometer 6 des
„New York City Marathons“ – Muskelfaserriss in der Wade rechts! Ende? Aus?
Nein!
„Mein Lieber“,
heute ist es mal an der Zeit
dir einen herzlichen Dank auszusprechen, denn ohne dich hätte ich mit
Sicherheit die noch ausstehenden 36,195 km nicht mehr geschafft!
Doch erst mal zurück zum
Anfang: Als sich unsere Wege kreuzten, waren wir beide schon fast ein Jahrzehnt
Trainer. Makro-, Meso-, Mikrozyklus, Training, Ernährung, Regeneration, Schlaf…
- alles wichtig und alles schon mal gehört. Doch von Mentaltraining wollte ich
nix hören – „Solchen Schnickschnack brauch ich net, ich kann doch beißen wie
ein Pitbull!“
Sommer 2003 - mein erster
Triathlon, zwar nur eine Sprintdistanz aber schwimmen (wenn man das so nennen
konnte) musste ich dort auch. Danach hatte mich der Virus Triathlon gepackt und
ich hatte mir in den Kopf gesetzt schwimmen zu lernen. Dein Angebot mir mittels
Visualisierungstechniken mein Unterbewusstsein so zu beeinflussen, dass ich
schneller die korrekte Schwimmtechnik erlernen würde, habe ich anfangs
beschmunzelt. Aber bereits nach wenigen Trainings stellten sich erste Erfolge
ein, die sogar meinen Schwimmkameraden auffielen. Und dann nicht ganz zwei Jahre
später mein erster IRONMAN. Nach einer Stunde und drei Minuten verließ ich das
Wasser als 139ster von 2.000 Startern um auf die Radstrecke zu gehen…
Ich hatte schwimmen, in Anbetracht
dessen, dass mein Jahresumfang dem Wochenumfang eines Leistungsschwimmers
entspricht, fast im Schlaf erlernt!
Egal was auch kam, ob Panik
beim Massenstart im Freiwasser oder in der Röhre beim Radiologen (*peinlich*), ein
Muskelfaserriss 4 Wochen vor dem New York City Marathon, du warst stets mit
deiner Coolness für mich da und hast mich mit den richtigen Techniken auf das
was kommen würde bestens mental vorbereitet!
Dafür noch mal ein
herzliches Dankeschön!
Dein Freund
Boris
PS: Doch freu dich nicht zu
früh! Wenn mein Vorhaben Hawaii abgeschlossen ist, steht das Projekt Ärmelkanal
an und wer da mit im Boot sein wird, dürfte dir schon jetzt klar sein. Keine
leichte Aufgabe bei einem Sportler, der padou kein Gramm Fett zunehmen will und
dazu noch ein verfrorenes ‚Weichei’ ist. Ich jedenfalls freue mich auf viele,
viele weitere gemeinsame Erfolge!